Yoga Nidra: im Schlaf Herzenswünsche erfüllen

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Yoga Nidra, Schlaf, Entspannung

Wer Yoga hört denkt meist an körperliche Übungen, die Namen wie Heraubschauender Hund, Baum oder Dreieck tragen. Nur wenige kennen allerdings eine besondere Yoga-Technik genannt Yoga Nidra.

 

Einen seltenen Zustand bewusst verlängern

Yoga Nidra wird auch dynamischer oder bewusster Schlaf genannt. Nidra bedeutet Schlaf, doch Yoga Nidra ist weit mehr als ein kurzes Nickerchen. Es ist eine einzigartige Entspannungstechnik., die uns ermöglicht in kurzer Zeit das gesamte System – physisch, mental, psychisch – zu revitalisieren und alles was wir dafür tun müssen ist zu entspannen und im Geiste den gesprochenen Anweisungen zu folgen. Durch die spezielle Methode des Yoga Nidra gelangen Körper und Geist in ein Stadium der Tiefenentspannung, in dem das Gehirn Alphawellen in einer Frequenz von 8-12 Hz erzeugt. Diesen Zustand erlebt man sonst nur für wenige Momente kurz vor dem Einschlafen. Die Muskulatur wird locker, Verspannungen lösen sich und es entsteht ein Gefühl intensiver Ruhe. Yoga Nidra kann auch die Pforte zu einer höheren Ebene des Bewusstseins öffnen, denn man tritt dabei in Kontakt mit der Quelle aller Inspiration und Selbsterkenntnis.

 

Der Psychische Schlaf stärkt auch die körperliche Gesundheit

Eine regelmäßige Praxis von Yoga Nidra stärkt das Immunsystem, senkt Stress und Nervosität, hilft bei Spannungsschmerzen (Kopf-, Nacken-, Rückenschmerzen), verbessert Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit und fördert die Kreativität. Daneben wirkt es äußerst regenerierend.

30 Minuten Yoga Nidra haben den gleichen Effekt wie 2 Stunden erholsamen Schlafes!

 

Herzenswünsche erfüllen mit Yoga Nidra

Ein fester Bestandteil jeder Yoga-Nidra-Session ist das Fokussieren auf einen Herzenwunsch (Sankalpa). Zu Beginn und am Ende der Übung sagt man sich im Geiste seinen Herzenswunsch. Durch die tiefe Entspannung wird dieser Wunsch besonders wirkungsvoll im Unterbewusstsein verankert und kann so erfüllt werden.

 

Ablauf einer Yoga-Nidra-Übung

In der Regel wird Yoga Nidra auf dem Rücken liegend praktiziert, aber es ist auch im Sitzen möglich. Man folgt ganz einfach den gesprochen Anleitungen.

Zunächst wird durch ein paar einfache Achtsamkeits- oder Atemübungen eine erste Grundentspannung hergestellt.

Danach erfolgt das (innerliche) Sprechen des Sankalpas, des Herzenswunsches.

Nun beginnt das Kreisen der Wahrnehmung. Hier wird die Aufmerksamkeit in schneller Folge auf die verschiedenen Körperteile gebracht.

Als nächstes werden Gegensatzpaare genannt, in die man sich hineinfühlt (zum Beispiel „Leicht“ und „Schwer“)

Daran schließt das Visualisieren bestimmter Farben und Symbole an.

Bevor der Übende wieder zurückgeführt wird, darf er noch einmal sein Sankalpa sprechen. Danach kehrt man ins Hier und Jetzt zurück.

Insgesamt dauert die Übung circa 30 – 40 Minuten. Es gibt auch kürzere Varianten.

Wer Yoga Nidra regelmäßig praktiziert braucht nicht mehr unbedingt die gesprochene Anleitung von außen. Wenn man den Ablauf kennt, kann man durchaus eine Zugfahrt oder die Mittagspause nutzen, um Yoga Nidra zu üben und so seine Energiereserven wieder aufzufüllen.

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