Vom Wunsch zur Erfüllung – Eine komplette Anleitung

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Wunsch, Anleitung

Oftmals bleibt ein Wunsch nur ein Wunsch. Menschen wünschen den ganzen Tag und doch stellt sich nur selten die Erfüllung ein. Sie träumen vom Haus, vom neuen Auto, vom Traumpartner oder der Beförderung und werden konfrontiert von Rechnungen, Mahnungen, Terminen und Alltagssorgen. Man könnte den Eindruck bekommen, dass das Gesetz der Anziehung und die ganzen Methoden nicht funktionieren, doch dann bleibt die Frage offen; warum fliegt einigen Menschen der Erfolg einfach so zu?

 

Verlange viel und das Leben gibt Dir entsprechend

Wie viel verlangst Du von Deinem Leben? Sagst Du Dir manchmal solche Sätze wie „Geld ist nicht wichtig, Hauptsache ich kann davon leben“ oder „Mir reicht mein Auto, auch wenn ich vorsichtshalber die Nummer vom ADAC als Kurzwahl gespeichert habe“? Der Mensch ist häufig hin- und hergerissen; ja ich möchte mehr Geld, aber das Leben hat gezeigt, dass das für mich wohl niemals in Frage kommt; ja ich hätte gern mein Traumauto, von dem ich in der Jugend nächtelang geschwärmt habe, aber so viel Einkommen werde ich niemals haben.

Der allererste Schritt zur Veränderung ist derjenige, dass man ein brennendes Verlangen zur Veränderung hat. Liest man die Biographien erfolgreicher Menschen, so ist keine Seltenheit, dass einige von ihnen durch sehr schwere Zeiten gehen mussten und alles verloren hatten. Sie hatte das Verlangen, doch es musste erst alles schiefgehen. Das ist nicht notwendig. Notwendig ist lediglich, dass man ehrlich zu sich selbst ist und sich eingesteht, dass man weit unterhalb dessen lebt, was man sich insgeheim wünscht. Schluss mit Kompromissen; Schluss mit Ausreden und Schluss mit Schönreden – ehrlich sein! Ja man soll dankbar sein, für das was man hat, um mehr in sein Leben zu ziehen und zugleich sollte man nach Selbstentfaltung streben und mehr vom Leben verlangen. Das darfst Du – nein – das ist Dein Recht und Deine Pflicht. Um andere Menschen glücklich zu machen, musst Du erst einmal selbst glücklich sein.

Also suche Dir einen Wunsch aus. Etwas, was Du immer wieder kleingeredet hast. Verschließe Deine Sinne, mach Dein Verlangen nicht abhängig von der Außenwelt. Mache Dir bewusst; sie ist, wie sie ist, weil Du so bist, wie Du bist. Du willst Veränderung und Deine Sinne werden die Veränderung erst sehen, hören und fühlen können, wenn Du Dich verändert hast – wie innen, so außen.

Definiere Dein Verlangen. Es reicht nicht aus, zu sagen, dass man „viel Geld“ haben will, sondern wie viel Geld willst Du? Welchen Wunsch möchtest Du mit dem Geld erfüllen? Wie viel bräuchtest Du dazu?

Nun sagt man gerne, die Phantasie kennt keine Grenzen. Das ist auch richtig, doch wenn die Zweifel zu groß sind, dann werden sie auch in der Visualisierung stören, deshalb passe Deinen Wunsch zunächst an, so dass die Zweifel ertragbar sind. Später, wenn Du die Erfolge anziehst, wirst Du Dir mehr zutrauen, weil Du den praktischen Beweis hast.

Schreibe Deinen Wunsch auf.

 

Zuerst war die Vorstellung und dann kam das Wort

Wenn Du Deinen Wunsch klar definiert und aufgeschrieben hast, ist es Zeit, um an der Erfüllung zu arbeiten. Du bist jetzt schon einen großen Schritt weiter, als viele Menschen es je sein werden. Nun beginnt die Vorarbeit. Skizziere Dir eine kurze und prägnante Szene, in der Du wüsstest, dass Dein Wunsch sich erfüllt hat. Wenn Du also eine Beförderung anstrebst, könnte die Szene so aussehen, dass Dein Chef Dir die Hand reicht und Dich beglückwünscht zu Deiner Beförderung. Wenn Du einen Partner suchst, so könnte ein gemeinsames Essen oder ein Filmabend die Szene sein, bei der Du wüsstest, dass Dein Wunsch sich erfüllt hat. Wichtig ist: eine kurze Szene, sie sollte maximal 60 Sekunden dauern, bestenfalls weniger. Es geht bei der Visualisierung um die Qualität und nicht um die Quantität. Einer der häufigsten Fehler. Verliere Dich beim Skizzieren nicht im Detail, die entstehen durch das Visualisieren und werden ergänzt. Es geht nur darum, dass Du weißt, wo Deine Szene beginnt und wo sie endet.

 

Das Wort richtig nutzen

Wenn Du nun eine Szene skizziert hast, beginne Dir eine Affirmation zu Deiner Szene auszudenken. Beginne die Affirmation mit dem Wort „Ich“, denn Du bist die Veränderung. Schreibe die Affirmation so, als wäre Dein Wunsch erfüllt, denn das ist das Ziel. Sofern Du glaubst, dass Dein Wunsch erfüllt ist (Innenwelt), wird er sich manifestieren (Außenwelt). Nehmen wir an Du möchtest die Beförderung, beginne Deine Affirmation zum Beispiel mit: „Ich bin so glücklich. Ich sehe mich jetzt in meiner (Beschreibung der Beförderung). Ja, meine Zuversicht ist so groß, dass ich die Beförderung vor meinem geistigen Auge sehen kann. Ich kann es sogar fühlen. Ich bin nun (erneute Beschreibung oder Titel der Beförderung).

Die Affirmation lässt sich auf alle Wünsche anwenden. Werde konkret, was Du vom Leben verlangst und bringe es in die Affirmation ein. Während Du die Affirmation sprichst, sollte automatisch ein Bild des erfüllten Wunsches entstehen.

Viele Menschen glauben, wenn sie eine Affirmation einfach emotionslos runterleiern, würde ihr Wunsch erfüllt werden. Doch das ist ein Irrglaube. Nicht das Wort sorgt für die Manifestation, sondern das Bild hinter der Affirmation. Das Wort ist Bewusstsein, das Bild ist Unterbewusstsein.

Affirmationen bieten zwei Vorteile.

  1. Sie helfen Dir, Deine Gedanken zu konzentrieren. Wenn Du die Affirmation als Mantra innerhalb der Meditation sprichst, hilft es Dir in den Zustand der Tiefenentspannung zu gleiten.
  2. Sie dienen als Gedächtnisstütze, um Dich am Tage daran zu erinnern, dass Du nun so fühlst, denkst und handelst, als wäre Dein Wunsch erfüllt (denn im Geiste ist er es und somit ist er es auch in der Außenwelt, denn „wie innen, so außen“).

 

Vorstellung ist Manifestation

Der letzte Schritt zur erfolgreichen Manifestation ist die Visualisierung. Und gerade bei dieser fundamentalen Methode werden die meisten Fehler gemacht. Oft wird die Visualisierung dargestellt, als wäre sie nettes Beiwerk zur Erfüllung und als „Entertainment“ gedacht. Doch in Wirklichkeit geht es nicht um den Spaß beim Visualisieren, sondern um das Gefühl innerhalb der Visualisierung. Die Visualisierung fühlt sich am Anfang trocken an und entfaltet erst ihr Potenzial, wenn man in die Vorstellung eintaucht und nicht mehr zwischen Außen- und Innenwelt unterscheiden kann. Erst dann kann sich das Gefühl des erfüllten Wunsches einstellen. Der Trick, damit die Visualisierung zur Realität wird, liegt darin, dass man immer mehr Eindrücke über seine Sinne wahrnimmt. Auch hier wieder das Beispiel der Beförderung. Zunächst nimmt alles verschwommen wahr, man fühlt den Händedruck und erkennt sanfte Konturen des Chefs. Die Umwelt ist noch unscharf, Hintergrundgeräusche sind nicht vorhanden und auch weitere Sinneseindrücke (wie fühlt sich die Kleidung auf der Haut an?) fehlen. Deshalb ist es wichtig, die skizzierte Szene kurz zu halten, denn erst durch mehrfaches wiederholen, werden mehr Sinneseindrücke wahrgenommen und abgespeichert. Ab einem bestimmten Punkt ist das Bewusstsein mit der Szene verschmolzen und Schritt für Schritt rückt die Außenwelt in den Hintergrund. Hier fängt ein wirklicher „Klartraum“ an. Versuche bei jeder Visualisierung mehr Details wahrzunehmen, wie viele verschiedene Sinneseindrücke es gibt, erfährst Du HIER.

Nochmal: Am Anfang wird es sich unrealistisch anfühlen und vielleicht auch nicht sonderlich viel Spaß machen, aber es geht um Effizienz und nicht um Träumerei. Einige nutzen die Visualisierung, um dem Alltag zu entkommen. Das ist nicht der Zweck! Es geht um Manifestation!

Bestenfalls führst Du die Visualisierung zweimal am Tag aus. Morgens, kurz bevor Du aufstehst und abends, kurz bevor Du einschläfst. Gerade die Phase vor dem Schlafen ist essenziell, denn Schlafen ist reine Unterbewusstseinsarbeit. Während des Schlafens wird das Erlebnis des Wachzustands (Folgetags) manifestiert. Schlafe niemals mit negativen Gefühlen ein, sondern IMMER mit dem Gefühl des erfüllten Wunsches.

Spreche zunächst Deine Affirmation ein paar Mal, um Deine Gedanken zu konzentrieren. Wenn Du in einem Dämmerzustand bist, also noch bewusst Deine Imagination steuern kannst, beginne mit der Visualisierung. Du schaust nicht auf deinen Wunsch, sondern Du erlebst Deinen Wunsch.

Mache es Dir zur Gewohnheit; zweimal für mindestens 15 Minuten. Nehme Dir aber auch während des Tages ruhig die Zeit, um Deinen erfüllten Wunsch zu visualisieren. Je häufiger Du visualisierst, desto früher wirst Du in Deine Visualisierung eintauchen und Deinen Wunsch manifestieren. Wiege Dich nach der Visualisierung in dem Gefühl des Vertrauens. Vertraue und Glaube an das Unsichtbare.

Nach einer erfolgreichen Visualisierung wird Dein Verlangen kurzfristig gestillt sein. Wenn Du Durst hast und etwas trinkst, ist das Verlangen nicht mehr vorhanden. Sei dankbar für die Erfüllung.

 

Abschließende Worte

Immer wieder weise ich darauf hin, dass die Bibel das beste Buch der Persönlichkeitsentwicklung ist, wenn man es als psychologisches Drama innerhalb des menschlichen Bewusstseins interpretiert, anstatt als eine heilige Schrift.

Kreuzigung ist ein Symbol; ein Symbol, dass das Bewusstsein und das Verlangen eine Einheit werden (sie kreuzen sich). Die alte Konzeption, die man selbst über sich hat, stirbt und dafür wird eine Neue geboren. Eine neue Konzeption, in der der Wunsch erfüllt ist. Die 3 Tage sind ein Symbol dessen, dass es zwischen dem Gefühl der Erfüllung und der äußeren Manifestation ein unbestimmtes Zeitintervall gibt, in der es darum geht, dem Unsichtbaren zu vertrauen, indem man das Gefühl des erfüllten Wunsches aufrechterhält.

Wenn Du tiefer in die Materie des Geistes möchtest, empfehle ich Dir mein Buch „BE I AM – Vom Haben zum Sein“.

Viel Erfolg!

 

www.quilloflife.com

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