Die Vision – Es gibt keinen Grund, nicht deinem Herzen zu folgen.

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Es gibt etwas, das tief in uns Menschen schlummert. Wir können es nicht benennen, wir können es nicht sehen und wir können es nur selten hören. Es ist jener Teil des Menschen, der eng mit der menschlichen Seele verbunden ist und somit ein Bestandteil des universellen Geistes. Es ist unsere wahre Natur, unser Ich und unsere Aufgabe innerhalb des Universums. Selbstsucht und Ichbezogenheit prägen unsere materialistische und schnelllebige Gesellschaft immer stärker, weil die Verbindung zu unserem Solarplexus schwindet. Es fehlt an Idealen und Visionen. Den jungen Generationen fehlt es an einer Identität. Sie wollen alles haben, aber nichts sein. Sie stellen ihre Leiter an die falsche Wand und wenn sie die Erfolgssprosse erreicht haben, zerfällt das Glück, denn die richtige Mauer lag auf der anderen Seite. Es ist wichtig sich frühzeitig eine Vision, ein persönliches Leitbild zu schaffen, um im Einklang mit der inneren Führung zu sein, denn dann erfüllen sich auch die Sehnsüchte nach Wohlstand, Liebe und Gesundheit.

 

Die positive Absicht des Todes

„Erst, wenn man alles verloren hat, ist man frei, alles zu tun.“
– Tyler Durden (aus dem Film Fight Club)

Dieses Zitat von Tyler Durden demonstriert den Kern unserer menschlichen Existenz. Ich habe den Film ein Dutzendmal geschaut, um dieses Zitat wirklich zu verstehen.

Der Tod macht uns nackt. All die Besitztümer und selbstsüchtigen Erfolge sind unwichtig, wenn man seinen physischen Körper verlässt. Die äußerliche Hülle wird abgeschweift und es bleibt nur der Kern, die eigenen Ideale und Werte. Vielen Menschen wird dann klar, dass sie ihr Leben lang in die verkehrte Richtung gelaufen sind, gegen die falschen Menschen gekämpft und nach den inkorrekten Prinzipien gelebt haben

Um ein Leitbild zu erschaffen, ist der Tod die einzig wahre Messgröße. Seine Anwesenheit verschlingt zu jeder Zeit alle unwahren Glaubenssätze und Überzeugungen. Seine Anwesenheit öffnet das Tor zur Seele. Doch müssen wir uns nicht erst in akute Lebensgefahr begeben, um die Verbindung zu unserem Selbst herzustellen, denn der Mensch ist Schöpfer und der Tod nur eine Schöpfung. Durch unsere Vorstellungskraft können wir unseren Tod visualisieren, den kurzen Moment, bevor wir ins Jenseits treten. Was fühlen wir? Wer sind wir? Was ist unsere Aufgabe? Was ist falsch und was ist richtig? Fragen, die sich Philosophen über Jahrtausende gestellt haben.

 

Die Beerdigung

Für diese Übung ist es von Nöten, dass man sich auf die Visualisierung einlässt. Das ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, denn jeder hat eine natürliche Angst vor dem Tod, die in uns Menschen sitzt. Sofern man sich zu dieser Übung bereit erklärt, gilt es für einen kurzen Augenblick einen Freiraum zu schaffen. Keine Ablenkung, keine Termine, keine dringenden Aufgaben. Loslassen lautet die Devise.

Nun schließe Deine Augen und begebe Dich in einen meditativen Zustand. In Deiner Vorstellung siehst Du den Film Deiner Beerdigung. Wann diese Beerdigung stattfindet, ist zweitrangig. Je unmittelbarer, desto stärker die Emotionen. Dennoch sollten die Gefühle von Angst und Trauer nicht die Visualisierung stören. Auf dieser Beerdigung sind all Deine Freunde, Familie, Verwandten und Kollegen eingeladen. Lass Deiner Fantasie freien Lauf. Mach Dir ein „Big Picture“, wie Du Deine Beerdigung im Idealfall vorstellen möchtest. Es werden vier Reden gehalten; eine Person aus der Familie, ein Freund, eine Person aus der Berufswelt und der/die Partner/Partnerin. Nun denke gründlich nach. Was möchtest Du von diesen Personen über Deine Persönlichkeit hören? Für was steht Dein Name? Was möchtest Du diesen Menschen hinterlassen? Überlege wirklich gründlich und wiederhole diese Visualisierung mindestens einmal pro Woche und notiere im Anschluss die einzelnen Reden. Das ist zwar etwas Aufwand, wird aber wichtig, wenn es um Dein persönliches Leitbild geht.

 

Ein Leitbild schaffen

Nachdem Du diese Übung gemacht hast, wirst Du tief in den Kern Deiner Selbst eingedrungen sein. Ich denke, Du wirst mir zustimmen, dass das Haben keinen Wert hatte, sondern nur das Sein. Besitztümer sind vergänglich, doch das geistige Nachwirken bleibt.

Schaue Dir nun die einzelnen Reden genau an und formuliere ein Leitbild, Deine Vision. Was sind Deine grundsätzlichen Ideale (zum Beispiel Ehrlichkeit, Liebe, Harmonie, Freiheit)? Ein persönliches Leitbild entsteht nicht über Nacht, es benötigt Zeit und ist ein ewiger Prozess der Veränderung und Verbesserung. Doch zunächst wird die Skizze gezeichnet. Ziel ist eine tiefe Einsicht und Erkenntnis der eigenen Mission. Dieses Leitbild gleicht einer Unabhängigkeitserklärung der eigenen Werte, Visionen und Ideale. Es sorgt dafür, dass Du Deine Leiter an die richtige Wand stellst und mit jeder Sprosse weißt und fühlst, dass Du im Einklang mit Deiner Berufung bist.

Schreibe Dein persönliches Leitbild auf eine Karteikarte und habe sie immer dabei. Lese sie Dir mehrmals am Tag, bestenfalls laut, vor. Erstellte Dir ein affirmatives Gebet. Visualisiere bestimmte Schlüsselmomente und fülle sie mit Leben.

Wenn Dein persönliches Leitbild in Deinem Unterbewusstsein verankert ist und Du das Bild bei jeder Entscheidung vor Deinem geistigen Auge siehst, wirst Du Dich unweigerlich auf die Erfüllung zubewegen.

 

Abschließende Worte

Nichts ist wichtiger als innere Führung. Wir können noch so viel an den äußerlichen Umständen herumdoktern, wenn wir keine Vision haben, dann ruhen unsere Entscheidungen meist auf falschen Idealen und Werten. Nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung werden Entscheidungen, basierend auf unwahren Prinzipien, zu destruktiven Ergebnissen führen.

Wenn Du mehr über Visionen und Leitbilder erfahren möchtest, auch wie Du sie effektiv visualisierst empfehle ich Dir mein Buch The Missing Link – Das vergessene Element zur Manifestation.

 

www.quilloflife.com

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