Die kürzeste Affirmation der Welt

0 27

Die positive Kraft von Worten kennt die Menschheit wohl schon seit Urzeiten. Alle Gebete nutzen die Macht der Worte. In Affirmationen können wir ganz bewusst die Worte wählen, die uns besonders berühren und die uns dabei helfen sollen unserem Ziel – sei es nun materiell oder ideell – näher zu kommen.

 

Was sind Affirmationen?

Affirmationen sind Glaubenssätze. Das können wir ganz wörtlich nehmen: Sätze, an die wir glauben. Das bedeutet alle die Gedanken und Aussagen, die wir täglich machen, haben das Potenzial ein Glaubenssatz, eine Affirmation, zu werden. Wenn wir einen Satz nur oft genug wiederholen, werden wir anfangen seine Aussage zu glauben. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Inhalt der momentanen Realität entspricht oder nicht. Sobald wir etwas wirklich glauben, wird es automatisch zur Realität.

 

Die Glaubenssätze unseres Lebens

Leider sind viele unserer persönlichen Affirmationen negativer Art. Einige typische Beispiele sind:

„Ich kann das nicht.“

„Das ist zu schwer.“

„Warum finde ich keinen Partner/Job/etc.“

„Das wird sich nie ändern.“

Solche und ähnliche Glaubenssätze wurden uns zunächst beigebracht und später haben wir eigene entwickelt und hinzugefügt. Die Ironie dabei ist, dass es sich bei solchen Überzeugungen um selbsterfüllende Prophezeiungen handelt. Nicht wenige argumentieren, dass sie ihre Glaubenssätze nur deshalb entwickelt haben, weil sie so schlechte Erfahrungen gemacht haben. Doch die karmischen Gesetze und das Gesetz der Anziehung lehren uns eine andere Wahrheit und schon in der Bibel steht „Im Anfang war das Wort“ (Joh 1,1). In unseren frühesten Jahren sind es meist nicht unsere eigenen Gedanken, die negativ sind, sondern die unserer Eltern und der anderen Erwachsenen, die uns umgeben. Es ist nicht ihre Schuld, sie wissen es nicht besser und tun nur ihr Bestes, wie jeder einzelne von uns. Dennoch genügt es, damit wir bestimmte Überzeugungen so tief in uns aufnehmen, dass sie sich mit verlässlicher Regelmäßigkeit bestätigen. Ein Klassiker ist das „Ich habe nicht genug Geld“-Mantra.

 

Wie wirken Worte auf uns?

Dass Worte auf unseren Körper und unser Wohlbefinden wirken können wir ganz schnell im Selbstversuch herausfinden. Das folgende Experiment dauert nur wenige Minuten:

Setzte oder lege dich bequem hin, schließe die Augen und atme 3x tief durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Wenn du entspannt und bequem sitzt oder liegst, konzentriere dich auf das Wort LIEBE. Es genügt das Wort nur zu denken aber wenn du möchtest kannst du es auch laut aussprechen. Konzentriere dich auf LIEBE. Denke LIEBE. Fühle LIEBE…. Was spürst du? Merkst du etwas in deinem Körper? Nimmst du etwas wahr? Wie fühlen sich deine Muskeln in Gesicht und im Bauch an? Jetzt konzentriere dich auf das Wort HASS. Auch hier kannst du das Wort nur denken oder es laut aussprechen. Genauso wie vorher versenke deine Gedanken auf das Wort HASS. Was nimmst du jetzt in deinem Körper wahr? Wie fühlen sich deine Muskeln in Bauch und Gesicht nun an? Schließe die Übung damit ab, indem du dich noch einmal auf LIEBE fokussierst. Lass deinen Körper wieder in das angenehme Gefühl von Liebe eintauchen, bevor du die Augen wieder öffnest und du mit deiner Aufmerksamkeit wieder zurück in den Alltag kommst.
Diese kleine Übung macht sehr deutlich klar, wie sehr Worte sich auf unseren Körper und unser ganzes System auswirken. Die einzelnen Wahrnehmungen mögen von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein, aber jeder empfindet LIEBE als positiv und angenehm und HASS als negativ und unangenehm.

 

Negative Empfindungen ist innerer Widerstand

Die negativen Wahrnehmungen, die wir beim Fokussieren auf das Wort HASS spüren, sind Empfindungen inneren Widerstandes. Ein Gefühl der Ablehnung. Genau dieses Gefühl erzeugen wir auch, wenn wir uns beständig selbst sagen „Ich kann das nicht.“, usw. Diese Haltung des inneren Widerstandes ist es, die uns davon abhält unsere Ziele zu erreichen und unsere Wünsche zu erhalten. Wenn wir es schaffen unsere inneren Widerstände abzubauen, indem wir neue, positive Gedanken denken, steuern wir damit automatisch auf Erfolgskurs.

 

Die kürzeste Affirmation der Welt

Es gibt unendlich viele positive Affirmationen, genauso wie es unendlich viele negative gibt. Ein paar schöne Beispiele sind:

„Ich bin wertvoll.“

„Ich werde geliebt.“

„Ich vertraue dem Leben.“

„Alles läuft gut für mich.“

Jeder bevorzugt andere Sätze und man kann sich bei der Auswahl seiner persönlichen Affirmationen auf sein Gefühl verlassen. Alle diese positiven Affirmationen haben eins gemeinsam: sie reduzieren den inneren Widerstand gegen das Hier und Jetzt. Wenn man beim beständigen Wiederholen eines solchen Glaubenssatzes nicht schnell merkt, dass sich der innere Widerstand verringert, sollte man sich besser für eine andere Formulierung entscheiden. Da das manchmal knifflig werden kann und oft dazu führt, dass man sich völlig mit der perfekten Formulierung der Worte verstrickt, empfehle ich eine einfach Lösung. Sag einfach JA! Das Wort JA ist die kürzeste positive Affirmation der Welt, denn wer JA zum gegenwärtigen Augenblick sagt, verspürt fast sofort einen Abbau von innerem Widerstand und damit einen Schritt hin zu innerem Frieden und Harmonie. JA zum Jetzt ist der Schlüssel zum Wohlbefinden und wer sich in Harmonie mit sich selbst befindet, der glaubt auch an sich selbst und die unendlichen Möglichkeiten, die das Leben für jeden bereit hält. Wer JA zum Jetzt sagt, der ist in der Lage die Geschenke des Lebens zu empfangen.

Weitere Beiträge Mehr vom Autor

Hinterlasse eine Antwort

Deine eMail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Danke für Deinen Kommentar!