3 Worte, die du 2017 besser aus deinem Wortschatz streichst

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Worte, Wörter

Unsere Wortwahl sagt viel über unbewusste Überzeugungen und hat außerdem direkten Einfluss auf unsere Stimmung. Wir können Worte dazu nutzen uns zu motivieren (jeder gute Trainer tut das) oder uns zu beruhigen (das tun wir mit kleinen Kindern nur allzu oft). Hier ist eine Sammlung einiger „beliebter“ Worte, die uns oft das Leben schwerer machen als es sein müsste:

 

MUSS

Ich muss jetzt in die Arbeit.

Die Wäsche muss noch schnell gemacht werden.

Ich muss später zu dieser Veranstaltung.

Das Wort MUSS erzeugt unheimlich viel Druck und verursacht dadurch immensen Stress. Dabei ist das gar nicht nötig, denn in Wahrheit gibt es absolut gar nichts, dass irgendjemand tun MUSS. Es besteht immer eine Wahl und mit dem Wort MUSS möchten wir gern uns selbst und auch andere davon überzeugen, dass es nicht so ist. Ein irrsinniges Vorhaben. Wir machen uns damit zum Opfer der Umstände. Stattdessen sollten wir uns wieder unserer Verantwortung für unsere eigenen Entscheidungen bewusst werden und mit Freude wahrnehmen, dass wir Herr über unser Leben sind. Eine einzige Änderung in MUSS-Sätzen, hilft dabei. Tausche MUSS gegen MÖCHTE aus. Damit wirst du vom Opfer zum Bestimmer:

Ich möchte jetzt in die Arbeit.

Ich möchte die Wäsche noch erledigen bevor ich etwas anderes mache.

Ich möchte später auf diese Veranstaltung.

Wer jetzt denkt, dass das aber gar nicht der Fall ist – Ich möchte eigentlich nicht zu dieser Veranstaltung – der kann sich überlegen warum er doch dorthin möchte (es gibt immer positive Aspekte an jeder Sache) oder trifft die freie Entscheidung nicht zu gehen. In beiden Fällen gibt uns das MÖCHTE mehr Freiheit.

 

ICH KANN NICHT

Diese Worte sind ähnlich wie das MUSS. Sie erzeugen die Illusion, dass es keine Wahl gäbe. Wie schon beschrieben, ist das nie der Fall. Die Wahlmöglichkeiten mögen uns nicht gefallen, sie sind aber trotzdem vorhanden und wir entscheiden uns für eine davon. ICH KANN NICHT wird meistens benutzt, wenn der Sprecher eigentlich meint ICH MÖCHTE NICHT. Besonders gern wird ICH KANN NICHT mit einer Rechtfertigung verknüpft:

Ich kann nicht mit ins Kino kommen, weil ich noch so viel erledigen muss.

Ich kann jetzt nicht, ich bin beschäftigt.

Auch hier begibt sich der Sprecher in eine Opferrolle und verleugnet, dass ihm ständig offen steht sich für die eine oder die andere Möglichkeit zu entscheiden. So könnte ein Satz aus der Bestimmer-Position zum Beispiel lauten:

Ich möchte heute nicht mit ins Kino kommen (ich möchte lieber ein paar Dinge zu Hause erledigen).

 

ABER

Das kleine Wörtchen ABER hat es in sich. In der Kommunikation mit anderen und auch in gedanklichen Gesprächen, die man so oft mit sich selbst führt, kreiert ABER meistens eine ungute Stimmung. In einem Satz wird alles, das vor dem Wort ABER steht, quasi für null und nichtig erklärt. Ein klassische Beispiel hierfür, dass sicher jeder kennt ist:

Ich habe ja nichts gegen den neuen Chef, aber…

ABER macht auch jegliche Wertschätzung kaputt. Wohlmeinende Kritik wird gern hinter ein ABER gestellt und untergräbt damit die Anerkennung. Ein Beispiel:

Dein Artikel hat mir sehr gut gefallen, aber er hätte kürzer gefasst sein können.

In der Kommunikation ist es häufig ein wiederholtes JA, ABER…, das schnell zu Konflikten führt. Jeder hat es sicherlich schon erlebt, wie schwierig es ist ruhig und gelassen zu bleiben, wenn auf Vorschläge immer nur ein JA, ABER… als Antwort vom Gegenüber kommt.

Und nicht nur anderen machen wir durch die vielen ABERs das Leben schwer, sondern auch uns selbst, wenn wir immer wieder Schönes durch ein ABER abwerten:

Das Wochenende war wirklich schön, aber…

Das Hotel ist toll, aber…

Als gutes Gegenmittel zur ABER-Sucht, hat es sich das Wort UND bewährt. Wo das ABER abwertet stellt ein UND gleich. Um einen gewissen Gegensatz Ausdruck zu verleihen empfiehlt sich UND GLEICHZEITIG:

Ich habe nichts gegen den neuen Chef und gleichzeitig habe ich Bedenken, dass…

 

„Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken.“

– Samuel Johnson

Quelle: https://www.aphorismen.de/zitat/26620

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